Revierinfo
Vom Zuiderzee zum Ijsselmeer
1932 wurde eine Meeresbucht zum Binnenmeer. Was der Abschlussdeich mit dem Revier gemacht hat, in dem wir prüfen.
Wer heute in Lemmer ablegt, segelt auf einem See. Vor knapp hundert Jahren wäre es eine Meeresbucht gewesen: die Zuiderzee, offen zur Nordsee, mit allem, was dazugehört — Tide, Salzwasser, Sturmfluten.
29 Kilometer Deich
1932 wurde der Abschlussdeich fertig: 29 Kilometer lang, 90 Meter breit. Damit war die Zuiderzee vom Meer getrennt und hieß Ijsselmeer.
Zwei Ziele standen dahinter. Zum einen der Schutz der Küstengebiete vor Sturmfluten — die zu verteidigende Deichlinie wurde dadurch um hunderte Kilometer kürzer. Zum anderen vereinfachte die Maßnahme das Einpoldern von Wassergebieten, also die Landgewinnung. Durch diese Maßnahmen verkleinerte sich die Fläche des Ijsselmeers über die Jahre erheblich; Lelystad, wo einer unserer Törns startet, liegt auf Land, das damals noch Wasser war.
Was das Revier heute ist
- Wasserspeicher für die Trinkwassergewinnung
- Geschützter Lebensraum für Vögel, Fische und andere Tiere
- Durchschnittliche Wassertiefe 4,4 Meter, maximal 9 Meter
- Fischfang und Sandgewinnung als wirtschaftliche Themen
Die flache Tiefe ist für uns ein Vorteil: kurze Distanzen, gut betonnte Fahrwasser, und im Zweifel ist der nächste Hafen nicht weit. Deshalb ist das Ijsselmeer bei uns Startpunkt und Prüfungsrevier — gesegelt wird draußen in der Nordsee.
Die Häfen, die bleiben
Von der alten Zuiderzee sind die Orte geblieben. Urk war eine Insel, bevor der Polder kam; die stolzen Fischer von Urk sind heute noch da, und die Marina ist immer eine Reise wert. Lemmer und Enkhuizen sind die beiden touristisch geprägten Orte. Und dann gibt es die Reihe der Marinas mit unvergleichlichem Charme: Warns, Stavoren, Hindeloopen, Medemblik, Den Oever, Makkum.
Schlagwörter: Ijsselmeer · Revier · Abschlussdeich · Häfen
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