Grundlagen
Wozu benötigt man den SKS — Sportküstenschifferschein?
Amtlicher Führerschein, Charterpraxis und Haftung: drei Gründe, die zusammengenommen den Unterschied machen.
Der Schein
Was der SKS ist
Der Sportküstenschifferschein ist ein amtlicher Führerschein zum Führen von Yachten mit Antriebsmaschine und unter Segel in Küstengewässern. Der Geltungsbereich umfasst alle Meere bis 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste.
Damit deckt er genau das Fahrtgebiet ab, in dem die meisten Charteryachten unterwegs sind — von den Niederlanden über das Mittelmeer bis zur Ostsee.
- Vorgeschrieben
- Für gewerbsmäßig genutzte Sportboote in Küstengewässern.
- Freiwillig
- Bei privater Nutzung — dann ist der SKS ein freiwilliger amtlicher Befähigungsnachweis.
- Geltungsbereich
- Alle Meere bis 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste.
- Antriebsarten
- Mit Antriebsmaschine und unter Segel.Der Nachweis über 300 Seemeilen ist je Antriebsart zu führen.
Der Unterschied
Warum der SBF-See für die Charter oft nicht reicht
Der Sportbootführerschein See ist eine reine Ausbildung unter Antriebsmaschine — so ist es auch auf der Karte vermerkt. Wer damit eine Segelyacht chartern will, stößt regelmäßig auf eine Rückfrage.
Viele Vercharterer wissen das und fordern deshalb mindestens einen SKS mit Antriebsmaschine und unter Segel vom Schiffsführer. Der Grund ist nicht Bürokratie, sondern das Risiko, das sie im Schadensfall selbst tragen.
Das Risiko
Was im Schadensfall passiert
Der wichtigste und unangenehmste Teil dieser Seite — und der Grund, warum wir für die Charter zum SKS raten.
Nach unserer Erfahrung aus der Ausbildungspraxis prüfen die Versicherer des Vercharterers im Schadensfall die Eignung des Charterers — mit dem Ziel, Fahrlässigkeit beziehungsweise grobe Fahrlässigkeit festzustellen.
Ist der Versicherer damit erfolgreich, ist der Schaden nicht auf die Kaution begrenzt. Rechtsstreitigkeiten dieser Art enden nicht selten in Vergleichen mit enormen Kosten. Ein Gerichtsstand im Ausland ist dabei ein zusätzliches Problem.
Dazu kommt die Rolle an Bord: Der Skipper trägt eine besondere Verantwortung und kann bei grober Fahrlässigkeit oder Regelverstößen persönlich haftbar gemacht werden — auch dann, wenn eine Versicherung besteht.
300 sm
sind für den SKS in der jeweiligen Antriebsart nachzuweisen. Das ist der Kern des Arguments: es liegt eine fundierte Grundausbildung vor, und die ist belegbar.
nicht begrenzt
ist der Schaden, wenn dem Versicherer der Nachweis grober Fahrlässigkeit gelingt. Die Kaution ist dann keine Obergrenze.
persönlich
kann der Skipper haftbar gemacht werden — trotz bestehender Versicherung.
Unsere Empfehlung
Was wir raten
Für die Yachtcharter empfehlen wir den SKS. Mit ihm sind mindestens 300 Seemeilen in der jeweiligen Antriebsart nachgewiesen — es liegt damit eine fundierte Grundausbildung vor, und genau das ist das Argument, das beim Vercharterer zählt.
Der Weg dorthin führt über einen Praxistörn mit Prüfung. Welches unserer beiden Formate zu Ihnen passt, hängt allein davon ab, wie viele Seemeilen Sie schon haben.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Wozu benötigt man den SKS – Sportküstenschifferschein?
Der SKS ist der amtliche Führerschein zum Führen von Yachten mit Antriebsmaschine und unter Segel in Küstengewässern, also auf allen Meeren bis 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste. Für gewerbsmäßig genutzte Sportboote ist er vorgeschrieben, privat ist er ein freiwilliger amtlicher Befähigungsnachweis. Für die Yachtcharter ist er in der Praxis fast immer die Voraussetzung, weil viele Vercharterer einen Nachweis unter Segel verlangen.
Passt dazu
Der nächste Schritt
Voraussetzungen und Törnformate
Alter, SBF-See und 300 Seemeilen sind die Zulassungsvoraussetzungen. Ob Sie mit dem 7- oder dem 11-Tage-Törn starten, entscheidet Ihr Meilenstand.
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